- Bio Produkte vom Bauernhof
Wir sind
Kurz ums Eck
Seit 2016 bewirtschaften wir – Bernhard und Julia Kurz – unseren Bauernhof biologisch.
Kälberaufzucht
Seit 2018 bleiben unsere Kälber bei ihren Mutterkühen – wir praktizieren muttergebundene Kälberaufzucht, für uns eine auch ethisch vertretbare Milchproduktion.
Biologisch
Mit der Übernahme des Betriebes 2016 fand auch die Umstellung auf biologisch statt, für uns die einzig vertretbare Form von Landwirtschaft
Modernster Stall
Tierwohl auf höchster Stufe: im Kompostierstall. Der neu errichtete Stall erfreut Tier und Mensch!
Milchkühe liefern uns täglich beste Rohmilch
Monate bleiben die Kälber in der Herde
- Über uns
Kreislauf und Nachhaltigkeit in unserem Tun
Rohmilch, selbstgemachte Fruchtaufstriche fürs Joghurt, muttergebundene Kälberaufzucht, Kompostierstall …
- Verkaufsstellen
Hier gibt es unsere Produkte zu kaufen:
Von St. Leonhard am Forst bis nach Wien liefern wir wöchentlich frisch unsere Milchprodukte aus muttergebundener Aufzucht.
- was wir anders machen
Kälber bleiben dabei!
Seit 2018 gehen wir in der Kälberaufzucht einen neuen Weg: unsere Kälber dürfen 3 Monate in der Milchkuhherde mitlaufen. So können die Kälber – wie bei der Mutterkuhhaltung – jederzeit bei der eigenen Mutter trinken, und bekommen keine Milch mehr über den Tränkekübel. Es ist einfach schön, wenn die gesunden, vitalen Kälber zwischen den Milchkühen hüpfen und ihr Leben genießen!
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- Nachgefragt
Fragen, die wir oft gestellt bekommen
Unabhängig davon, ob biologisch oder konventionell gewirtschaftet wird, ist es in der Milchviehhaltung seit Jahrzehnten üblich, Kälber unmittelbar nach der Geburt von der Kuh zu trennen und getrennt aufzuziehen – im Biobereich meist mit Vollmilch, im konventionellen Bereich häufig mit Milchaustauscher. Hauptgrund dafür ist, dass die Kälber sonst einen großen Teil der Milch trinken würden.
Für uns stehen jedoch Kälbergesundheit und ein möglichst natürlicher Ablauf im Vordergrund – nicht die maximale Milchleistung. Deshalb bleiben unsere Kälber die ersten drei Monate gemeinsam mit der Mutterkuh in der Milchviehherde und können rund um die Uhr trinken. In dieser Zeit entwickeln sie sich zu kräftigen, selbstständigen Tieren. Nach drei Monaten werden sie zu Julias Eltern gebracht oder als Bio-Vollmilchkalb verkauft.
Für uns ist Rohmilch der natürlichste Weg. Unser Ansatz ist: pasteurisierte Milch kannst du in jedem Geschäft kaufen, Rohmilch gibt es nur direkt, und tagfrisch vom Bauern. Und das schätzen wir!
Unsere Kühe werden gemolken, die Milch kommt direkt in den Tank und wird dort auf 4°C gekühlt. Danach wird sie von uns händisch mit dem Krug in Pfandflaschen gefüllt. Frischer und direkter geht nicht!
Rohmilch ist kein „Gift“, aber objektiv riskanter als pasteurisierte Milch. Die behaupteten gesundheitlichen Vorteile sind wissenschaftlich bisher schwach belegt oder umstritten. Durch fehlende Erhitzung bleiben bestimmte Enzyme und natürliche Bakterien erhalten, die bei der Pasteurisierung teilweise reduziert werden. Der Hauptvorteil liegt eher in Geschmack, Regionalität und dem Wunsch nach unverarbeiteten Lebensmitteln. Das Hauptproblem bleibt das erhöhte Infektionsrisiko, aber mit strengen hygienischen Vorgaben und engmaschigem Kontrollsystem (alle 45 Tage wird die Milch JEDER EINZELNEN Kuh getestet und 2-3 / Monat die gesamte Milch, händisch kontrollieren wir 2x täglich die Qualität durch vormelken und Schnelltests) können wir mit gutem Gewissen euch das ursprünglichste bieten! ... wie früher bei Oma, beim Nachbarn ...
Wenn du sie roh trinken willst — und das geht, viele unserer Kunden tun das — dann muss sie durchgehend gekühlt sein und sollte innerhalb weniger Tage verbraucht werden. Vor dem Trinken kurz schütteln, das Fett setzt sich oben ab.
Wer auf Nummer sicher gehen will, vor allem für kleine Kinder, Schwangere oder ältere Menschen, kocht sie kurz auf — dann verschwindet ein kleiner Teil der Aromen, aber sie bleibt deutlich besser als jede Supermarkt-Milch. Auf jedem Etikett steht der Hinweis nochmal sauber drauf. Wir verarbeiten täglich frisch gemolkene Milch und füllen sie noch am selben Tag ab.
In das Joghurt auf Frucht kommt: unser Joghurt und Marmelade aus eigenen Früchten oder von Bio-Bauern aus der Umgebung (max. 15 km, bei Heidelbeeren bis Pöggstall ca. 35 km), mit Bio-Rübengelierzucker eingekocht. Mehr nicht.
Was nicht reinkommt: keine Fertig-Fruchtzubereitungen, keine künstlichen Aromen, keine Konservierungsstoffe, kein „Erdbeeraroma aus dem Labor“. Die Erdbeeren sind aus dem Garten, die Marillen vom Nachbarn, die Marmeladen kochen die Mamis, Omis und Tanten. Mango oder Vanille gibt’s bei uns nicht — wächst hier nicht.
Auch im Joghurt ist nichts zusätzliches drinnen, nur unsere Milch mit Joghurt-Bakterien versetzt.
Direkt am Hof: Marktstraße 8, 3383 Hürm. Selbstbedienung 24/7 — die Tür ist tagsüber immer offen, der Kühlschrank steht im Vorraum, das Geld kommt in die Kassa.
In der Region Bauernläden, Greißlereien und FoodCoops in Niederösterreich und Wien. Alle Adressen findest du hier LINK VERKAUFSSTELLEN
Online: Ausgewählte Produkte gibt’s über gurkerl.at direkt ins Haus in Wien geliefert.
Direkt an Privatkund:innen liefern wir nicht.
Für Bauernläden, Greißlereien, Bio-Plattformen, die uns ins Sortiment nehmen wollen: ruft an, oder schreibt uns. Wir freuen uns über ein persönliches Gespräch — am liebsten bei uns am Hof!
Bitte Pfandgläser ausspülen, bevor ihr sie zurückbringt.
Wir reinigen zwar alle Gläser professionell im Betrieb, aber vorgespülte Gläser helfen uns, Wasser, Energie und Reinigungsmittel zu sparen. Danke fürs Mithelfen.
Rohmilch ist gesetzlich geregelt, hat ein "zu verbrauchen bis" Datum von 4 Tagen, davon darf es nur die ersten 2 Tage verkauft werden.
Rohmilchtopfen und Rohmolke ebenso haben 6 Tage Mindesthaltbarzeit.
Joghurt und alle restlichen Produkte mindestens 14 Tage. Der Produzent - also wir - legt das Datum fest. Er garantiert damit, dass das Produkt bei richtiger Lagerung bis zu diesem Zeitpunkt seine typischen Eigenschaften behält. Dabei kalkuliert man mit Sicherheitsreserven, weil die Qualität garantiert sein muss.
Immer selbst kontrollieren, und wenn etwas davor schon nicht mehr für euch in Ordnung ist, dann scheut euch nicht, und gebt uns Bescheid! Das ist für uns sehr, sehr wichtig, und wir sind dankbar wenn wir Rückmeldungen bekommen - negative wie positive! ;o)
Bio ist ein EU-weiter Mindeststandard — wir gehen an vielen Stellen darüber hinaus:
- Geschlossener Hofkreislauf. Grundfutter vom eigenen Hof: Luzerne, Klee, Gras, Heu, Mais- und Grassilage. Kein zugekauftes Kraftfutter. Der Mist/Kompost komm zurück auf unsere Felder.
- Muttergebundene Kälberaufzucht statt Tränkekübel ab Tag 1. Die Kälber bleiben 3 Monate in der Milchviehherde
- Behornt. Keine Enthornung.
- Kein Tierzukauf. Eigene Kalbinnen- und Ochsenaufzucht — zwei Mutterlinien stehen seit den 1980ern am Hof.
- Großzügiger Kompostierstall mit 15–20 m² Liegefläche pro Kuh.
- Rohmilch direkt verarbeitet — keine Vorratshaltung, keine Standardisierung, keine Zusatzstoffe, von Hand abgefüllt.
- Alles im Pfandglas. Kein Einwegmaterial.
- Bio Austria zertifiziert:
Österreichische Landwirtschaft - d.h. 98% unserer Rohstoffe stammen aus Österreich.
Viele Bereiche strenger als EU-Bio-Standard (Weidetage, Auslauffläche, Futterzukauf, ...)
Weil das Horn zur Kuh gehört. „Unseres Erachtens hat die Kuh nicht umsonst das Horn, es hat einen Nutzen für die Kuh“. Enthornen ist ein schmerzhafter Eingriff am Kalb, den wir uns und den Tieren ersparen.
Damit das funktioniert, braucht es Platz: Wir haben den neuen Kompostierstall mit 15–20 m² Liegefläche pro Kuh genau so gebaut, dass behornte Tiere sich nicht verletzen können. „Im alten Stall wäre das nicht möglich gewesen“ — heute siehst du auf unserer Weide fast alle Tiere mit Hörnern. Nur die ältesten Kühe (aus der alten Stallzeit) sind enthornt.
Aktuell 30 Milchkühe der Rasse Fleckvieh. Wir sind seit 2018 organisch gewachsen — 2022 waren es 18, heute sind es 30. Möglich gemacht hat das ein neuer Kompostierstall (2021) und ein neues Produktionshaus.
Wir wachsen aber nur so weit, wie’s zur Fläche passt: so viele Tiere, wie der Mist auf die eigenen Felder zurück kann, ohne Überdüngung. Mehr Wachstum würde diese Logik kaputtmachen. „Tierwohl und Umweltschutz sind ausschlaggebende Themen in den kommenden Jahren“ — Wachstum ja, aber innerhalb dessen, was die Natur trägt.
Ja, gerne. Wir machen regelmäßig Hofführungen, Workshops und „Schule am Bauernhof“-Termine — vom Kindergarten bis zur Erwachsenengruppe.
Einfach anrufen (0676 73 960 74) oder mailen (bio@kurz-ums-eck.at), wir finden einen Termin. Wir zeigen euch den Stall, die Käserei, die Felder, beantworten alle Fragen — und ja, ihr dürft die Kühe streicheln. Die mögen das.
- IM DETAIL ERKLÄRT
„Muttergebundene Aufzucht“ — und was ist mit dem Trennungsschmerz nach drei Monaten?
Die Frage hören wir am häufigsten. Und wir hören sie gerne, weil sie zeigt: jemand denkt mit.
Bei uns bleibt jedes Kalb — die weiblichen wie die männlichen — drei Monate bei der eigenen Mutter und ist 24 Stunden in der Milchviehherde. Die Kuh tränkt ihr eigenes Kalb, keine Ammenkühe, kein Tränkekübel. Tag und Nacht im großen Kompostierstall oder auf der Weide, im Herdenverband, „nach Lust und Laune zu ihrer Mutter“.
Zum Trennungsschmerz: Verhaltensstörungen wie das gegenseitige Besaugen, das in der industriellen Aufzucht massiv vorkommt, sehen wir „eher kaum bis gar nicht, zumindest beobachten wir diesbezüglich eine sehr positive Entwicklung. Die Bedürfnisse des Kalbes werden bei dieser Haltung wesentlich besser abgedeckt“. Beim Absetzen mit drei Monaten ist das Kalb längst kein säugendes Baby mehr — es kennt seit Wochen Heu, Wasser, die Herde. Aber auch der Trennungsschmerz ist nicht pauschal weg oder da. Es gibt Kühe die sogar im Melkstand nach dem Kalb muhen, es gibt "Pärchen" die gegenseitig ein, zwei Tage muhen, aber diese werden die immer seltenere Ausnahme. Der Großteil der Tiere zeigt keinen Trennungsschmerz.
Es wird kein einziges Tier verkauft, weggegeben oder zugekauft. Die weiblichen Kalbinnen wandern auf den elterlichen Bio-Betrieb (Julias Eltern in St. Leonhard), werden dort 1,5 Jahre aufgezogen und kommen als Milchkühe zu uns zurück. Die männlichen werden ohne Schmerz unter Narkose vom Tierarzt kastriert und als Weide-Ochsen mit etwa 27–30 Monaten geschlachtet.
Wir bekommen für diese Aufzucht weniger Milch in den Tank — in den ersten anderthalb Monaten bleibt fast nichts übrig, danach trinken die Kälber sogar alles. Das ist uns das wert. „Kälbern muss man einfach mehr Zeit widmen. Und wer, wenn nicht die Kuh, kann dem Kalb alles geben, was es braucht.“
- Meilenstein
Einzug in den neuen Stall
2021 war für uns ein Meilenstein:
der Einzug in den neuen Stall! Ein kurzer Einblick in unseren Arbeitsalltag.
- Bio Austria
Kreisläufe in der Bio-Landwirtschaft
BIO AUSTRIA hat unseren Betrieb vor die Kamrea geholt: „Um Kreisläufe möglichst weitgehend zu schließen, müssen Dünge- und Futtermittel weitgehend vom eigenen Hof oder aber regional sein. Der Biohof Kurz ums Eck ist dabei ein Vorzeigebeispiel.“
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Mehr Informationen- So schmeckt NÖ
Betriebsportrait
Anlässlich der Initiative „20 Jahre So schmeckt Niederösterreich“ wurden Partnerbetriebe aus ganz Niederösterreich vorgestellt, auch wir durften unsere Landwirtschaft und Direktvermarktung herzeigen.













